Montag, 16. Mai 2016

Böhmisches Mittelgebirge

Auf eine schöne Frühlingswanderung ins Böhmische Mittelgebirge begaben sich immerhin 15 Leute. Wir nahmen einmal mehr den Wanderexpress in Richtung Leitmeritz (Litomeřice) und stiegen in Schreckenstein (Střekov) aus. Zügig liefen wir durch wenig einladende Siedlungen hinauf zur gleichnamigen Burg. Wir verweilten ein wenig und sahen uns um. Vielen wird die Burg von einem Gemälde Caspar David Friedrichs bekannt sein. So romantisch ist der Platz leider nicht mehr. Das nahe Aussig (Ústí nad Labem) ist eine Industriestadt und unterhalb der Burg befindet sich eine Staustufe in der Elbe. Stetig bergauf durch üppigen Laubwald führte uns der Wanderweg nach Neudörfel (Nová Ves). Erstmalig weitete sich der Blick über das Elbtal und das Böhmische Mittelgebirge. Foto: Blick zum Milleschauer (Donnersberg; Milešovka; 837 m). Im Ort statteten wir der alten Dorflinde neben der Kapelle einen Besuch ab. Siehe auch Beiträge von 2011 und 2015.


Nun bestiegen wir den Höhepunkt unserer Tour: die Hohe Wostrey (Vysoký Ostrý; 587 m). Wir legten eine ausgiebige Rast ein und genossen den Blick übers Elbtal in Richtung Lobosch (Lovoš) und Hasenburg (Hazmburk). Hier soll Richard Wagner zu seiner Oper Tannhäuser inspiriert worden sein.

 









Nun ging es fast nur noch bergab durch frischgrüne Wälder und über saftig-grüne Wiesen. Im Zielort Groß Priesen (Velké Březno) drehten wir eine Runde durch den sehenswerten Schloßpark mit seinem reichen Bestand an seltenen Gehölzen. Erwähnenswert ist vor allem ein stattliches Exemplar eines Kuchenbaumes (Cercidiphyllum japonicum).




Danach blieb immer noch Zeit für eine Einkehr im Restaurace U Dubu (Gasthaus Zur Eiche). Gestärkt und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg mit Fähre und Wanderexpress…


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